DAS KIND UND AUCH WIR LERNEN:

 

AUS EIGENEM ANTRIEB

 

MIT ALLEN SINNEN

 

IN BEWEGUNG

 

HANDELND UND EXPERIMENTIEREND

 

NACH EIGENEN STRATEGIEN,

 

MIT ANDEREN,

 

DURCH IMITATION, VERUSCH UND IRRTUM.

 

DAS KIND UND AUCH WIR LERNEN:

 

 

Grundlage unserer Arbeit sind die Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz. Ziel aller Bildungs- und Erziehungsarbeit ist es, das Kind zu befähigen, den Herausforderungen in einer sich wandelnden Welt gewachsen zu sein..

Wir sehen Bildung als einen sich entwickelnden Prozess, den es zu beobachten, zu begleiten und zu unterstützen gilt. Dies ist nur auf der Grundlage einer sicheren, emotionalen Bindung zum Kind, möglich.

Das Kind wird als konstruierende, sich selbst bildende Persönlichkeit gesehen. Das bedeutet für uns, den Blick auf das „Tun“ der Kinder zu richten, um ihre Selbstbildungsprozesse und ihre Bildungsthemen zu erkennen und individuell zu begleiten. Das heißt, wir orientieren uns an den gegebenen individuellen Vorraussetzungen, um dann zu erkennen welche Kräfte in welcher Weise angeregt und weiterentwickelt werden können. Es gibt kein normiertes Ziel.

Aus neurobiologischen Forschungen wissen wir, dass Kinder eigenaktiv und wissbegierig im Dialog mit ihrer Umwelt, mit Menschen und Dingen lernen, dies besonders intensiv, wenn sie dabei Lust und Erfolgserlebnisse verspüren können. Der Mensch bildet sich selbst, in der Auseinandersetzung mit den Einflüssen der gegebenen Umwelt. Kinder lernen nur das, was für sie wichtig ist, wofür sie sich interessieren und begeistern. Dies entscheiden nicht wir, sondern das entscheiden die Kinder ganz allein. Dafür strengen sie sich an und spüren ihre Selbstwirksamkeit. Dafür ist Vertrauen ein wichtiges Fundament, auf dem unsere Entwicklungs- Bildungs- und Sozialisierungsprozesse aufgebaut sind.

Wir begegnen dem Kind mit einer aufmerksamen, interessierten und forschenden Haltung, die uns befähigt, gemeinsam Bildungsprozesse einzugehen..

Lernen ist ein aktiver und kontinuierlicher Prozess, der nie endet!

 

Kinder brauchen von Erwachsenen Aufmerksamkeit und Interesse, Fürsorge und Unterstützung, Achtung und Wertschätzung. Dies erfahren die Kinder bei uns in ganz alltäglichen Situationen. Denn gerade diese scheinbar unbedeutenden Situationen sind für die Entwicklung des Kindes wesentlich.

Jedes Kind trägt in sich seinen individuellen Entwicklungsplan mit unterschiedlichen Stufen und eigenem Entwicklungsrhythmus. Unsere Aufgabe ist es, die Kinder in die „Zone der nächsten Entwicklung zu führen“ (Wygotski).

Das heißt für unsere Arbeit: Wir nehmen uns Zeit, in der wir uns dem Kind widmen und aufmerksam seine Handlungen verfolgen. Beobachtungen zeigen uns die Stärken, Potentiale und Ressourcen der Kinder und ermöglichen uns, diese zu nutzen. Durch diese Beobachtungen und deren Dokumentation wird unser pädagogisches Handeln bestimmt. Als Grundlage hierfür dient uns das von Margaret Carr im Jahre 2001 entwickelte Verfahren der „learning stories“.

Hier die wichtigsten Grundgedanken des Konzeptes.

Die regelmäßigen Beobachtungen über das Handeln des Kindes werden von uns in Lerngeschichten zusammengefasst und dokumentiert. In diesen Lerngeschichten werden Stärken, Ressourcen, momentane Interessen, Anliegen, Fähigkeiten, individuelle Lernthemen und Lerninhalte der Kinder dargestellt.

Ein ressourcenorientierter Blick auf die Kinder ist notwendig, um das „Lernen“ sichtbar zu machen. „Sichtbar“ wird das Lernen in Form von Lerngeschichten, Werken der Kinder, Fotos oder anderen Dokumentationen, die in einem Ordner, dem „Portfolio“ gesammelt werden. Dieses Portfolio bekommt jedes Kind am Ende seiner Zeit in der Kindertagesstätte als Andenken mit.

Eine weitere wichtige Dokumentation sind unsere Projektbücher, diese werden mit jedem einzelnen Kind gestaltet.