Sozialverhalten

 

Die „Goldene Regel“ ist die Basis für das Entwickeln der sozialen Kompetenzen.

 

Wir befähigen das Kind, sich selbst und die Mitmenschen zu achten und respektvoll mit der Umwelt umzugehen. So lernen die Kinder sich in andere Personen hinein zu versetzen, deren Gefühle und Handlungen zu verstehen, aber auch Verantwortung für das eigene Handeln gegenüber anderen Menschen und für die Umwelt zu übernehmen.

 

Besonders bei unseren Bewegungsangeboten und Spielen ergeben sich zahlreiche Situationen, die es erforderlich für die Kinder machen, dass sie sich mit ihren Spielpartnern auseinandersetzen, Konflikte lösen, Rollen übernehmen, Regeln aushandeln und anerkennen.

 

Wir neigen oft dazu, bei Problemstellungen zu schnell einzugreifen und den Kindern Lösungsmöglichkeiten vor zu geben. Wir geben den Kindern Zeit, ihre eigene kreative Lösung der Problemstellung zu finden, denn eine selbst gefundene Lösung ist lustvoll und fördert unabhängiges Denken. Wenn nötig, bieten wir uns als Vermittler an.

 

Damit die Kinder sich sicher und selbstbewusst entwickeln können, bedarf es sinnvoller Regeln, die zusammen mit den Kindern erstellt, besprochen und dargestellt werden.

 

Regeln dienen den Kindern als Orientierungshilfe, sie geben ihnen die Sicherheit, die sie für die Entwicklung ihres Selbstwertgefühls brauchen. Da die Kinder bei der Erarbeitung mitwirken, sind sie auch sehr bedacht, sich daran zu halten.

Sie erfahren, dass Regeln nicht von „oben“ bestimmt werden. Zu den Regeln gehören natürlich auch die Konsequenzen.

 

Gerade für Fragen von Gerechtigkeit sind die Kinder sehr sensibel. Sie fühlen sich ernst genommen, wenn sie selbst an der Aufstellung von Regeln beteiligt werden.

 

Es ist uns wichtig, dass die Kinder in ihrer Willensbildung unterstützt werden. Sehr schnell erfahren die Kinder, dass ihr eigener Wille an den des anderen stößt, oder dass der eigene Wunsch, wenn er begründet ist, von der Mehrheit angenommen werden kann. Das Kind erfährt so Erfolge und Misserfolge und lernt, mit ihnen umzugehen.

 

Das bedeutet, dass sie zum Beispiel Entscheidungsfindung und Konfliktlösung auf demokratischem Weg lernen – im Gespräch, durch Konsensfindung und durch Abstimmungen, nicht aber durch Gewalt und Machtausübung.

 

Die Kinder werden im täglichen Miteinander die Erfahrung machen, dass ihre Meinung gefragt ist und sie die Chance haben, etwas in ihrem Lebensumfeld zu beeinflussen.