Wir müssen uns bewegen,

damit sich was bewegt!

 

 

Die Psychomotorik „kennzeichnet die funktionelle Einheit psychischer und motorischer Vorgänge, die enge Verknüpfung des Körperlich-Motorischen mit dem Geistig-Seelischen“.

(vgl. Zimmer, S. 33, 1999).

Psychomotorik ist ein ganzheitlicher Ansatz, mit dem wir das Kind über Bewegung in seinen Entfaltungsmöglichkeiten stärken und Lernprozesse initiieren.

In unserer Einrichtung wird der Bewegung eine herausragende Bedeutung zugemessen und dies nicht nur für die motorische, sondern auch für die kognitive und sozial-emotionale  Entwicklung. Wir bieten den Kindern unterschiedliche Erfahrungsräume, zum Beispiel den Bewegungsraum in der Kindertagesstätte, das Außengelände, den angrenzenden Wald und die Wiesen an. Es liegt in der Natur des Menschen sich zu bewegen.  Bewegung ist das Grundprinzip eines sich körperlich sowie geistig und seelisch entwickelnden Lebens. In der Kindheit spielt Bewegung eine so große Rolle, wie in keiner anderen Lebensstufe.

Kindheit  ist eine bewegte Zeit. Immer wieder werden neue Dinge entdeckt und ausprobiert. Durch Bewegung erobert das Kind seine Umwelt über seinen Körper und seine Sinne. Es gewinnt kognitive, affektive und soziale Erfahrungen. Das Körper - Selbstbild entwickelt sich. Körper und Bewegungserfahrungen sind immer Selbsterfahrungen. Kinder, die sich gezielt bewegen können, sind in der Lage, durch Bewegungserfahrungen ein inneres Bild des äußeren Raumes aufzubauen. Ein reichhaltiges Bewegungsrepertoire ermöglicht den Kindern differenzierte Ausdrucksmöglichkeiten. Das  Kind ist in der Lage, selbstbewusst am Leben teil zu haben, eigene Bedürfnisse zu erkennen und auszudrücken, Gefühle zu zeigen und seinen Körper zu spüren. Damit dies gelingt, ist es notwendig die Bewegungserziehung grundsätzlich auf die Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder abzustimmen. Bewegungsangebote orientieren sich also an den Kindern. Das heißt bei geplanten Angeboten sind wir offen für die spontanen Ideen der Kinder. Denn wenn Kinder aus eigenem Antrieb heraus handeln wird ihre Selbsttätigkeit gefördert. Wir unterstützen sie, selbst die Initiative zu ergreifen und für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Freiwilligkeit, wir lassen den Kinder die Entscheidung, ob, wann und wie sie sich in das Bewegungsangebot einbringen. Denn vom Kind freiwillig ausgeführte Aktivitäten tragen zu einer Selbstständigkeitsentwicklung bei.